Guter Rechner aber wenig Mobilität
Ein preiswertes Subnotebook will LG mit dem E200 anbieten. Doch für die geringen Anschaffungskosten kann man sich nur sehr wenig Mobilität leisten.
Konkret: Der Aktionsradius dürfte von der Wohnung bis zu einer stationären Arbeitsstelle reichen. Für alles andere gibt es Besseres.
Subnotebook-Riese mit viel Rechenpower
Schon die Maße sind da einfach zu schlecht: 30,4 x 3,9 x 22,4 Zentimeter und dazu noch gute 2 Kilogramm – das ist einfach zuviel, um es ständig mit sich rumzutragen. Auch was sonst geboten wird, ist in Hinblick auf die Mobilität – höflicherweise - karg zu nennen.
Immerhin hat das LG E200 Bluetooth und WLAN sowie ein integriertes optisches Laufwerk - aber kein Firewire und kein integriertes Modem. Drei USB-Anschlüsse, ein LAN-Anschluss, ein HDMI- und ein VGA-Ausgang sind zu finden. Dazu kommen der 34-Millimeter Express-Card-Schacht, der 5-in-1-Kartenleser und Anschlüsse für Kopfhörer und Mikro.
Schwacher Akku, gute Rechenpower
Der Akku passt ins schwache Mobilitätsbild: Er hält im Normalbetrieb mit Office-Anwendungen zweieinhalb Stunden, bei energiefressenden Anwendungen können´s auch schon mal eineinviertel Stündchen sein. Das reicht noch nicht mal für die Wochenend-Heimfahrt eines heimatnah untergebrachten Studenten.
Dabei hat das Gerät durchaus beachtliche technische Daten. Im Innern werkelt ein Prozessor Marke Intel Pentium Dual Core T2330 mit 2x 1,6 Gigahertz. Der Arbeitsspeicher ist 2 GByte, die Festplatte 160 GByte groß. Das reicht für flotte Arbeiten im Office-Bereich und ein bisschen Multi-Media für zwischendurch.
Solides Gehäuse, gute Tastatur
Das Gehäuse samt Deckel ist insgesamt gut verarbeitet und macht einen stabilen Eindruck. Die integrierte Webcam liefert mit 1,3 Megapixel gute und scharfe Bilder; auch Bewegungen gibt sie gut wieder.
Die Tastatur ist sehr gut, Vielschreiber dürften daran ihre Freude haben. Zu den großen Minuspunkten gehört leider der 12,1-Zoll Bildschirm mit der Auflösung von 1.280 x 800 Pixel. Eher dunkel, wenig Kontrast – fürs Arbeiten draußen ist das nichts. Und die Lautsprecher sind auch nicht vom Besten.
Fazit: LG E200 als Subnotebook eher für Studenten
Ein mobiles Arbeitsgerät ist der LG E200 nicht, das kann man ohne wenn und aber sagen. Er zählt eben zur unteren Preiskategorie der Subnotebooks und das muss sich irgendwo niederschlagen.
Andererseits: Für Studenten, die nur über ein schmales Budget verfügen und im wesentlichen zu Hause arbeiten und das Gerät nur mal ab und an in die Uni oder Schule tragen, wo die nächste Steckdose in Reichweite liegt – für die mag der LG E200 eine bedenkenswerte Möglichkeit sein. Denn ein deutliches Plus sind die Rechenleistung und die solide Verarbeitung.
Autor: ET
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