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Die Gesellschaft wird mobil

Die fortschreitende Entwicklung in der Kommunikationstechnologie und der zunehmende Preisdruck im Bereich der Datenübertragung haben dazu geführt, dass dem Wunsch nach einem mobilen Internet stattgegeben wurde. Hinzu kommt, dass die Ritter der Neuzeit nicht mehr ausschließlich an einem Ort verweilen, sondern sich häufig außerhalb ihrer (Burg) vier Wände bewegen und dort ungerne auf die Annehmlichkeiten des Internets verzichten möchten oder können.

Damit sind in erster Linie nicht die Besitzer von Miniaturgeräten gemeint, die neben dem Telefonieren auch das Abfragen von Internetseiten ermöglichen, sondern vielmehr die Besitzer von Laptops. Diese ortsunabhängigen mobilen Computer, die heutzutage schon Akku-Standzeiten von sechs Stunden und mehr aufweisen, sind die ideale Ausgangsbasis für mobiles Internet, sofern sie denn mit einem Modem auf UMTS- oder HSDPA-Basis ausgerüstet sind. WLAN-Modelle sind nicht wirklich mobil, da sie immer auf ein existierendes Netzwerk in Reichweite zurückgreifen.

Sinkende Preise fördern Mobiles Internet

Nachdem die Mobilfunkbetreiber eingesehen haben, dass die Besitzer von mobilen Endgeräten nicht die Melkkuh der Nation sind, ist die aktive Online-Nutzungszeit jener Zielgruppe mit sinkenden Kosten rapide gestiegen.

Ebenso wurden in den vergangenen zwei Jahren die Datentarife an das Surfverhalten der Nutzer angepasst, so dass man heute häufiger für weniger Geld mehr Inklusivvolumen zur Verfügung gestellt bekommt. Besonders begrüßenswert war auch die Einführung zahlreicher Datenflatrates, die sich - ähnlich wie im DSL-Bereich – einer großen Beliebtheit erfreuen. Wer heute mit einem Laptop unterwegs via UMTS online gehen möchte, hat die Qual der Wahl, soviele verschiedene Angebote tummeln sich mittlerweile auf dem Markt.

Turbo-Speed: HSDPA und HSUPA beflügeln UMTS

Dank der Einführung von HSDPA konnte die Download-Geschwindigkeit im mobilen Bereich rapide erhöht werden. HSDPA ist die Abkürzung für High Speed Downlink Packet Access und bei den Netzbetreibern T-Mobile, O2und Vodafone auch unter dem Namen UMTS-Broadband bekannt. Während die Download-Geschwindigkeit bei HSDPA der ersten Generation noch 1,8 MBit/s betrug, sind es mittlerweile in der dritten Ausbaustufe satte 7,2 MBit/s.

Und HSUPA, die Uplink-Geschwindigkeit, stieg von mageren 0,384 MBit/s auf akzeptable 1,45 MBit/s. Zum Vergleich: während ein 1MByte-Download via GPRS rund 150 Sekunden dauert, ist derselbe Download mittels HSDPA der dritten Ausbaustufe in 1 Sekunde erledigt.

Das heutige UMTS-Netz ist gegenüber dem Festnetz absolut konkurrenzfähig. Dank der Aufrüstung mit HSDPA und HSUPA können heutige Laptop-Nutzer auch über Mobilfunk-Netze mit High-Speed im Internet surfen.

Zahl mobiler Datengeräte steigt und steigt

Darüber hinaus stieg im Laufe der letzten Jahre auch dank mobiler Datengeräte die Mobilität unserer Gesellschaft. Wer heute einen Laptop sein eigen nennt, hat ihn sich nicht aus Prestigegründen angeschafft, sondern weil er damit überall und jederzeit arbeiten möchte. Dazu bedient er sich meist des Internets, um sich entweder neue Daten zu besorgen oder vorhandene Daten zu versenden. Hinzu kommen all die Menschen, die in Gebieten wohnen, die heute noch nicht ausreichend mit DSL versorgt sind.

Wer einen Laptop ohne eingebautes UMTS-Modem besitzt, kann für das Surfen im Internet eine externe UMTS-Datenkarte verwenden. Die neuen Datenkarten sind fast ausschließlich für den Express-Card-Erweiterungsschacht vorgesehen. Einige Anbieter verkaufen die Expresskarten auch mit Adaptern, so dass man diese Karten auch in älteren Notebooks verwenden kann. Alternativ gibt es mittlerweile auch UMTS-USB-Sticks im Angebot, die im Gegensatz zu Laptopkarten jedoch nicht (fast komplett) im Gerät verschwinden, so dass die Gefahr des Hängenbleibens bei dieser Modem-Art nicht ausgeschlossen werden kann.

Wer häufig mobil mit seinem Laptop unterwegs sein und sich nicht mit externen Geräten herumplagen möchte, sollte sich über die Anschaffung eines neuen Gerätes mit integriertem Modem Gedanken machen.

Erhebliche Qualitätsunterschiede bei Funknetzen

Mobiles Internet – und in diesem Zusammenhang gute Internetverbindungen – ist jedoch nicht nur von den Preisen und der Hardware abhängig, sondern auch von der Qualität des Netzes.

Wer einen hohen Wert auf mobile Erreichbarkeit legt, sollte deshalb auch auf den Ausbaugrad der UMTS-Netze der Netzbetreiber achten. Qualitätsunterschiede gibt es nicht nur bei der UMTS-Netzabdeckung, sondern auch in Bezug auf die Einführung neuer Technologien wie HSDPA oder HSUPA, die für schnelle Surfgeschwindigkeiten im UMTS-Netz sorgen.

Autor: DH u. MN

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