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Mobile Webservices: nützlich und bald weit verbreitet

Mobile Webservices ermöglichen Nutzern den Zugang zum Internet, jederzeit und überall. Die Zahl der weltweiten mobilen Internetnutzer soll bis 2011 auf eine Milliarde ansteigen, das prognostiziert eine aktuelle Studie von IBM. Gegenüber dem Jahr 2006 würde das eine Steigerung von 191 Prozent in fünf Jahren bedeuten, das heißt, jährlich kämen 24 Prozent neue User hinzu.

Insgesamt wird erwartet, dass der Markt für mobile Webservices bis 2011 auf 80 Milliarden US-Dollar anwachsen wird, so die Marktanalysten des IBM Institute for Business Value. Ausschlaggebend für dieses Wachstum soll eine zunehmende Nutzung von Dienstleistungen und mobiler Internetwerbung sein. Im Rahmen der Studie „Go mobile, grow“ wurden 680 Internetnutzer aus den USA, Deutschland, China, Indien und Japan zu ihren Wünschen hinsichtlich des mobilen Internets befragt.

Das Handy als Organisations- und Kommunikationstool

Wie aus der Studie weiter hervorgeht, wollen 80 Prozent der User einen Service Provider, der ihnen eine größere Auswahl an Applikationen und Services für ihre mobilen Endgeräte bereitstellt. 69 Prozent der Befragten wünschen sich mobile Endgeräte, mit denen sie Anwendungen dann personalisieren und nach ihren Vorstellungen konfigurieren können.

Weiter gibt der IBM-Report Aufschluss über das Nutzungsverhalten der User. Deutlich wird, dass das Internet zunehmend für Dienstprogramme und Transaktions-Services genutzt wird: Online-Banking über das Handy etwa interessiert 60 Prozent der Befragten. Auch mobile E-Mail, Instant-Messaging, Aktienhandel, Nachrichten- und Informationsabruf sowie Internetsurfen werden immer beliebter. Eine Steigerung gibt es laut Studie außerdem bei den Unterhaltungsanwendungen: 53 Prozent der Internetnutzer wünschen sich mobiles Fernsehen und 45 Prozent der Befragten interessieren sich für den Kauf von Musik über das Handy.

Der Markt für Webservices ist noch offen

„Deutlich wird, dass hier die gleichen Marktkräfte am Werk sind wie im PC-Umfeld, in dem die Verbraucher Anwendungen über ihren PC individualisieren können. Genau diese Anwender tummeln sich jetzt im Markt des mobilen Internets“, erklärt Christian Seider, Unternehmensberater bei IBM und Leiter des Bereichs Electronics beim IBM Institute for Business Value. „Dabei haben nach unseren Studienergebnissen 60 Prozent keine besondere Marktpräferenz, wenn sie mobile Internetservices nutzen. Wenn die Nutzer also eine größere Service-Auswahl fordern, muss der Markt offene Plattformen und Modelle schaffen, um hier eine Kundenbindung aufzubauen“, fordert Seider.

Während sich in reifen Märkten wie in Europa und den USA das mobile Internet als Zusatzangebot zum PC etabliert, wird in Entwicklungsmärkten wie China und Indien eine Phase übersprungen: Die Konsumenten kaufen keinen PC mehr sondern greifen gleich auf ein mobiles Multifunktionsgerät zu, das ihnen die gleichen Services bietet. Umso wichtiger wird es für die Unternehmen in dieser Branche sein, ihre Angebote im Service-Bereich auszubauen und zu ergänzen.

Autor: FN

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