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Mobile Video: ich filme also bin ich

Das 2005 gegründete Videoportal „YouTube“ hat einen regelrechten Video-Boom ausgelöst. YouTube bietet eine kostenlose Internet-Plattform, auf der Film- und Fernsehausschnitte, Musikvideos und selbstgedrehte Video-Clips angesehen werden können. Private wie kommerzielle User nutzen die Internetpräsenz, um ihre Videofilme dort zu veröffentlichen. Das Videoportal ist bei den 15- bis 35-jährigen Kult, man spricht bereits von der „Generation YouTube“. Seit 2006 gehört das Unternehmen zu Google. YouTube gibt es in einer mobilen Version auch für das Handy.

Neben dem Marktführer YouTube gibt es eine Vielzahl weiterer Videoportale wie „Clipfish“ aus Köln, die ebenfalls eine mobile Version für Handy-Nutzer bereit stellen. Der Umweg, die mit dem Mobiltelefon gedrehten Videos erst auf den Rechner zu übertragen und dann von dort hochzuladen, fällt so komplett weg. Umgekehrt kann sich der Handy-Besitzer Videos von der Plattform direkt auf sein Mobiltelefon herunterladen. Pro Clip kostet das bei Clipfish 99 Cent. Hinzu kommen die Übertragungsgebühren.

Handykino als Chance für Filmemacher

Ausschlaggeben für die mobile Videonutzung ist die verbesserte Technik der Mobiltelefone. Heute kann fast jedes Handy Videos aufnehmen. Die Kameras sind hochwertig, dennoch müssen bestimmte Faktoren beachtet werden: ein Zoom ist nur eingeschränkt vorhanden, die Bilder werden leicht verwackelt oder zu dunkel und der Video-Clip soll auf einem kleinen Display darstellbar sein.

Die Filmbranche hat den Handyfilm bereits als neues Stilmittel entdeckt. Es gibt eigene Festivals für „Mobile Film“, ein großer Fan des jungen Handykinos ist der US-amerikanische Regisseur und Schauspieler Robert Redford. Der Hollywoodstar, der auch Mitbegründer des Sundance Institutes ist, warb auf dem diesjährigen Mobile World Congress (MWC) in Barcelona für Handykino als Chance für unabhängige Filmemacher.

Videowerbung auf dem Vormarsch

Erste Versuche mit mobiler Videowerbung waren noch nicht zufriedenstellend. Das größte Problem sind die langen Ladezeiten von bis zu fünf Minuten. Im Februar hatte die Firma Ad Infuse erstmals einen Video-Werbespot für das Apple iPhone gestartet. Der Markt für mobile Werbeanwendungen befindet sich derzeit noch im Entwicklungsstadium, dennoch setzt die Branche große Hoffnungen in die Videowerbung am Handy. Im Internet sind die Werbespots bereits auf dem Vormarsch, mehr als ein Drittel der deutschen Publisher bieten auf ihren Websites Streaming-Inhalte an. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Advertising,com und dem englischen Marktforschungsunternehmen Skopos hervor.

Autor: FN

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