Mobile Instant Messaging: Basis für Handy-Chatting
„Instant Messaging“ (sofortige Nachrichtenübermittlung) ist ein sehr beliebter Dienst, denn er macht Chatten über den PC erst möglich. Die Nutzer kommunizieren in Echtzeit miteinander, dabei werden kurze Text-Mitteilungen im Push-Verfahren über ein Netzwerk verschickt. Meist wird das Internet genutzt. Der große Vorteil gegenüber anderen Nachrichtendiensten wie E-Mail: Der Empfänger der Nachricht kann unmittelbar antworten.
„Mobile Instant Messaging“ (MIM) ist demnach schlicht Chatten über das Mobiltelefon. Alle bekannten Instant-Messaging-Programme, die am PC laufen, können inzwischen auch auf mobilen Endgeräten verwendet werden. Bekannte IM sind etwa ICQ, MSN oder Skype. Voraussetzungen für die Nutzung eines mobilen IM-Dienstes sind ein Java-fähiges Handy sowie eine GPRS-freigeschaltete SIM-Karte.
Günstig kommunizieren
Der Kunde zahlt für den Datentransfer, der beim Herunterladen der Software anfällt sowie beim Hin- und Herschicken der Nachrichten. In der Regel sind diese Gebühren sehr gering. Meist können über Instant Messaging auch Daten ausgetauscht sowie Video- oder Telefonkonferenzen abgehalten werden. Die Mehrheit der IM-Programme verwaltet Kontaktlisten und zeigt die Präsenzinformation jedes Kontaktes an.
Eine gewisse Einschränkung für den User stellt die Tatsache dar, dass die meisten Instant Messenger aufgrund verschiedener Protokolle nicht miteinander kompatibel sind. Sie werden jeweils von einem Betreiber kontrolliert. Zu den wenigen Ausnahmen gehört unter anderem „XMPP“ (Jabber, Google Talk), welches als Internetstandard anerkannt ist. Auch „Chat2Cell“ bietet die Möglichkeit, sich mit ICQ, MSN, AIM oder dem Yahoo Messenger zu verbinden. Neben den technischen Voraussetzungen ist eine vorherige Registrierung beim jeweilige IM-Dienst nötig.
MIM verdrängt SMS und E-Mail
Marktforscher sehen goldene Zeiten für die MIM-Dienste. Laut Prognosen soll mobiles Instant Messaging herkömmliche Nachrichtendienste wie SMS oder E-Mail in nicht allzu ferner Zukunft überrunden. Länder mit rasant wachsenden Märkten wie Brasilien, China oder Indien überspringen die SMS-Entwicklung zugunsten von MIM sogar ganz.
Elf von 100 Nachrichten, die weltweit über ein mobiles Endgerät oder einen stationären PC verschickt werden, sind Instant Messages. Das zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens TNS in 30 Ländern. Haben sich die Nutzer erst einmal mit Mobile IM angefreundet, wird das Tool zum beherrschenden Non-Voice-Medium. Unter den MIM-Nutzern nimmt dieser Dienst die Spitzenposition ein: 61 Prozent benutzen ihn täglich, verglichen mit nur 55 Prozent, die täglich SMS versenden. Mobile E-Mail liegt abgeschlagen auf Rang drei mit nur 12 Prozent.
Autor: FN
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