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Mobile E-Mail: auf dem Weg zur Massen-Anwendung

Die E-Mail ist der meistgenutzte Dienst des Internets, noch vor dem World Wide Web. Am 2. August 1984 erreichte die erste Internet-E-Mail Deutschland. Sie kam aus den USA, wo die „elecronic mail“ Anfang der 1970er Jahre im Zuge der Entwicklung des „Arpanets“ (Vorläufer des Internets) erfunden wurde. Moderne Kommunikation ist heute ohne diese unkomplizierte und schnelle elektronische Nachrichtenübermittlung nicht mehr vorstellbar. Mit der Entwicklung internetfähiger Handys entstand auch die Möglichkeit, E-Mails über das Mobiltelefon zu empfangen und zu versenden.

Mit dem BlackBerry wurde sogar ein mobiles Endgerät speziell für den Zweck geschaffen, E-Mails zu lesen und zu schreiben. Das kanadische Unternehmen „Research in Motion Ltd.“ (RIM) hatte das Gerät erstmals 1999 auf den Markt gebracht, inzwischen ist RIM der Marktführer mit weltweit rund 11,2 Millionen BlackBerry-Nutzern.

BlackBerry mit Push-Dienst für E-Mail

Das BlackBerry-Smartphone unterstützt einen Push-Dienst für E-Mails. Im Gegensatz zum herkömmlichen Übertragungsverfahren, wo die Nachrichten extra abgerufen werden, überträgt der Push-Dienst E-Mails permanent vom Server auf das Handheld. Das Gerät wird also immer auf dem neuesten Stand gehalten, solange eine Verbindung besteht. Das hat mehrere Vorteile: die anfallenden Kosten sind geringer als bei Systemen, wo jede Nachricht extra abgefragt wird; die sofortige Zustellung und Benachrichtigung ermöglicht eine schnelle und effektive Kommunikation ähnlich der SMS; schließlich macht der „Mobile Datenservice“ (MDS) auch andere Daten aus dem Firmennetzwerk auf dem BlackBerry zugänglich, beispielsweise Preisangaben oder Kunden-Kontaktinformationen. Die Netzverbindung wird über GPRS/ EDGE, Wireless LAN oder UMTS hergestellt.

Noch keine einheitlichen Standards

Mobile E-Mail-Anwendungen funktionieren derzeit auf den meisten Smartphones und auf einigen internetfähigen Handy-Modellen. Branchenexperten prognostizieren, dass die mobile elektronische Post den Anwendungen SMS und MMS bald den Rang ablaufen wird. Schon heute gehören BlackBerrys und Smartphones zur Grundausstattung in vielen Unternehmen. In den USA nutzen bereits 64 Prozent der Geschäftskunden den mobilen Zugriff auf ihre E-Mails.

Problematisch ist allerdings, dass es bisher keine einheitlichen Standards für E-Mails auf mobilen Endgeräten gibt. Es existieren eine Vielzahl von Formaten, Bildschirmauflösungen und Einschränkungen. Das ist eine Herausforderung für die Marketingbranche, die auch die mobilen E-Mails für Werbezwecke nutzen möchte.

Autor: FN

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