Mobile Commerce
Mobile Commerce (deutsch: mobile Wirtschaftsdienste, abgekürzt M-Commerce oder MC) ist eine Form des Electronic Commerce (deutsch: Elektronischer Handel). Dabei werden mobile Endgeräte wie PDAs, Handys oder Smartphones verwendet.
Mobile Commerce basiert auf Funktechnologien wie Mobilfunk, Wireless LAN oder Bluetooth. Die Anwendungen sind dabei speziell auf Möglichkeiten und Probleme der mobilen Endgeräte zugeschnitten. Mobile Commerce wird bislang in folgenden Marktsegmenten eingesetzt:
Mobile Banking (deutsch: Mobile Bankdienste)
Hier werden Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen mobil abgewickelt, also Konto- und Depotführung, (Überweisungen, Abfrage des Kontostandes oder Transaktionen mit Wertpapieren.
Dieses Angebot richtet sich in der Regel an einen Kundenkreis, der über ein gehobenes Einkommen verfügt, viel reist und neuen Technologien gegenüber vergleichsweise aufgeschlossen ist.
Mobile Ticketing (deutsch: Mobile Kartendienste)
Hier werden Eintrittskarten oder Fahr- und Flugscheine vor Nutzung der Dienstleistung elektronisch bezahlt. Mobile Ticketing kommt derzeit im Einsatz im öffentlichen Personennahverkehr, bei Flug und Fernbahn, beim Parken oder bei Sport- und Kulturveranstaltungen.
Im Öffentlichen Nahverkehr bieten derzeit beispielsweise die Verkehrsbetriebe der Städte Bonn, oder Köln ein sogenanntes 'Handyticket' an, die Deutsche Bahn offeriert es für Reisen über 50 Kilometer.
Mobile Entertainment (deutsch: Mobile Unterhaltung)
Dieser Zweig umfasst Dienste, die vorwiegend oder ausschließlich im Unterhaltungsbereich angesiedelt sind. Dazu gehören mobile Video- und/oder Audiodienste, mobile Spiele, sowie mobiles Wetten oder mobile Auktionen.
Nach einer Studie des Forschungsprojektes „Mobile Commerce“ an der Universität Hamburg werden solche Dienste vor allen Dingen von Jugendlichen akzeptiert und genutzt.
Mobile Marketing (deutsch: Mobile Werbung)
Mobile Marketing ist die Werbung über mobile Endgeräte. Derzeit werden in Deutschland dafür zwischen 1,7 und 3,4 Prozent des gesamten Werbeetats ausgegeben, so eine Schätzung des Forschungsprojektes „Mobile Commerce“ an der Universität Hamburg.
Mobile Content (deutsch: Mobile Informationsdienste):
Zeitungs- und Zeitschriftenverlage bieten eigens aufbereitete redaktionelle Inhalte für mobile Endgeräte an. Während im stationären Internet die Inhalte teils frei, teils gegen Bezahlung angeboten werden, geht die Tendenz bei den mobilen Angeboten Richtung „Inhalt gegen Bezahlung“ (paid content).
Autor: ET
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