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Mobile Browser: ohne geht es nicht

Schnelle Datennetze, hochauflösende Displays und günstigere Tarife machen die Internetnutzung über das Handy immer attraktiver. Damit das mobile Surfen auch funktioniert, ist der passende Browser nötig. Nur ein echter HTML-Browser, wie man ihn vom PC kennt, kommt mit großen Seiten und technischen Hürden wie Flash-Filmen zurecht.

Dennoch lässt sich das Programm vom PC nicht direkt auf das Mobiltelefon übertragen. Ein Handy-Browser muss zwar ebenso leistungsfähig wie ein Webbrowser, darüber hinaus aber an die speziellen Anforderungen der mobilen Endgeräte angepasst sein. Inzwischen gibt es eine große Auswahl an Surfprogrammen. Sie unterteilen sich in zwei Sorten: fest implementierte Handy-Browser, die der Hersteller vorinstalliert hat und freie kostenlose Software, die der User nachträglich selbst installieren kann. Bei den fest installierten Browsern bekommt das Programm „Minimap“ der Nokia Serie 60 besonders gute Noten von den Anwendern, ebenso wie „Safari“ für die Apple-Geräte. Unter den freien Handy-Browsern ist „Opera Mini“ der Favorit, gefolgt von „Teashark“.

Spezielle Anforderungen an Handy-Browser

Ein Handy-Browser muss Schwerstarbeit leisten, um für PC-Monitore optimierte Webseiten auf das kleine Display zu bringen. Ansichten müssen praktisch von 19 auf zwei Zoll geschrumpft werden, dabei sollen die Seiten gut lesbar und navigierbar bleiben. Außerdem sollte das Programm schnelle Ladezeiten ermöglichen, sonst ist das mobile Surfen unkomfortabel und zu teuer. Das Handy ist jedoch mit wesentlich geringeren Systemressourcen ausgestattet als ein stationärer Computer. Speicher und Rechenleistung sind begrenzt. Meist arbeiten Mobiltelefone auch mit einem eingeschränkten Betriebssystem. Auf diese Faktoren muss die Browser-Software Rücksicht nehmen.

Neben dem Surfen im Netz bietet das Handy noch viele weitere mobile Dienste: Beispielsweise können E-Mails empfangen und versendet werden. Mit einer speziellen Software können diese dann zuhause am PC verwaltet und synchronisiert werden. Auch Chatten oder das Herunterladen von Dateien und Programme über das Handy ist möglich. Andere Anwendungen sind zwar noch selten aber dennoch realistisch: schnell im digitalen Stadtplan eine Adresse checken, im Online-Reiseführer nachlesen, wo man sich gerade befindet oder regelmäßig die neuestes Nachrichten abrufen. Viele Internetportale bieten bereits Webseiten an, die speziell für die Nutzung über mobile Endgeräte optimiert sind, beispielsweise Google Mobile, Yahoo Go, ebay oder Spiegel Mobil. Diese angepassten Seiten sollte man immer bevorzugen, sie sparen (Lade-)Zeit, Kosten und Nerven.

Safer Surfen

Kein Nutzer sollte sich ungeschützt in der weiten Welt des World Wide Web bewegen. Der Sicherheitsgedanke muss  auch bei der Nutzung des mobilen Internets an erster Stelle stehen. Auch wenn ein Handy-Browser nicht unsicherer ist als ein Webbrowser, ist es doch möglich, dass sensible Daten ausgespäht werden. Bei unvorsichtiger Handhabung können geheime Angaben wie Bankdaten und Passwörter in falsche Hände gelangen.

Der Nutzer sollte dem unbedingt durch Technik und richtigem Verhalten vorbeugen. Sinnvoll ist die Anschaffung eines speziellen Programms, das Viren und schädliche Software aufspürt und vernichtet. Außerdem sollte die Firmware des Mobiltelefons regelmäßig überprüft und Sicherheitsupdates des Herstellers schnell installiert werden. Wer folgende Verhaltensregeln beachtet, kann relativ sicher sein, dass seine Daten geschützt sind: Bestimmte Daten sollten nur verschlüsselt versendet werden; die meisten Handy-Browser unterstützen bereits den Standard SSL. Auch bei einer Verbindung über WLAN sollte man auf eine ausreichende Verschlüsselung achten. Schließlich gilt wie beim Bankautomaten auch, Abstand halten und darauf achten, dass niemand hinter einem steht und einen ausspäht.

Autor: FN

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