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Mobile Advertising: wirksam aber auch lästig

Advertising, also Werbung, ist ein eigener Bereich im Gesamtkomplex Marketing. Während Marketing sämtliche Maßnahmen umfasst, die man nutzt, um ein Angebot am Markt zu platzieren, bedeutet Advertising wirklich nur die Reklame für ein Produkt. Werbung auf Mobilfunkgeräten hat zwei eindeutige Vorteile gegenüber herkömmlichen Werbemaßnahmen: durch den Rückkanal kann der Konsument sofort in Interaktion treten mit dem Werbenden. Es kann also zu einem sofortigen Erfolg für den Werber kommen, sofern die Botschaft überzeugend genug ist.

Der zweite große Vorteil des „Mobile Advertising“ ist, dass detaillierte Profile der Mobilfunkkunden bekannt sind. Der Werber kennt die persönlichen Daten des Kunden sowie sein mobiles Nutzungsverhalten. Dementsprechend ist es möglich, dem User maßgeschneiderte Werbebotschaften auf sein Handy zu schicken. Die Erfolgsquote für die Werbemaßnahmen ist folglich wesentlich höher als bei anonym geschalteter Reklame. Werbung auf dem Mobiltelefon erreicht den Nutzer heute in Form von SMS, Videos oder Audiospots.

Spam, SPOM und Ping-Calls

„Spam oder Junk“ (engl. „Abfall“) steht für unerwünschte Nachrichten, die dem User unverlangt an seine Adresse zugeschickt werden. Spam Mails werden massenhaft versandt und enthalten Werbeinhalte. Diesen Vorgang bezeichnet man als „Spamming“. Unerwünschte SMS-Nachrichten oder Anrufe werden auch SPOM („Spam over Mobile Phone“) genannt. Eine weitere Variante sind die sogenannten „Ping-Anrufe“, die nur kurz anläuten und den Handy-Nutzer zum teuren Rückruf eines Mehrwertdienstes (Gewinnspiel, Telefonsex etc.) verleiten sollen.

Die Überschwemmung mit Müll-Mails hat inzwischen enorme Dimensionen angenommen. Spam verursacht weltweit erheblichen Schaden in den Kommunikationssystemen. Allein in den USA beläuft sich die jährliche Schadenssumme durch Spam auf 22 Milliarden Dollar. In Japan erreicht SPOM bereits bis zu 90 Prozent des elektronischen Nachrichtenaufkommens. In Deutschland und vielen anderen Ländern ist das Versenden von unerwünschter Werbung illegal, der Absender kann verklagt werden. Oft gestaltet sich die Rückverfolgung bei Spam jedoch schwierig, da die Absender ihre Identität gezielt verschleiern.

Gegenmaßnahmen

Wirkungsvolle Gegenmaßnahmen sind zum einen der vorsichtige Umgang mit der eigenen E-Mail-Adresse/ Handy-Nummer, zum anderen technische Hilfsmittel wie Filterprogramme. Inzwischen gibt es viele verschiedene Spamfilter-Techniken, die Werbemails automatisch erkennen und entfernen. Schließlich kann der User auch eine offizielle Beschwerde einreichen entweder bei dem Spammer selbst, seinem Provider oder bei der Internet-Beschwerdestelle (seit 1.1.2007). Erfolgt keine zufriedenstellende Reaktion, kann der Nutzer Klage erheben.

Autor: FN

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