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Mobile 2.0

Im Jahr 2004 kam der Begriff „Web 2.0“ auf, er bezeichnet eine Reihe interaktiver Elemente des Internets. Web 2.0 bezieht sich weniger auf die technischen Aspekte als vielmehr auf eine veränderte Nutzung und Wahrnehmung des World Wide Webs. Die Nutzer haben heute ein anderes Netzverständnis, sie erstellen und bearbeiten Inhalte selbst. Diese Entwicklung im Internetbereich hat nun auch den Mobilfunk erreicht: Mobile 2.0 ist da.

Seit der Markteinführung des Mobiltelefons im Jahr 1992 hat sich das kleine Gerät rasend verbreitet. Heute kommen auf 100 Einwohner in Deutschland 107 Handys. Statistisch gesehen ist inzwischen jeder Bundesbürger mobil. Darüber hinaus ist das Mobiltelefon zum multimedialen Alleskönner geworden. Es begleitet den Nutzer überallhin, organisiert seinen Alltag und bietet viele hilfreiche Dienste unter anderem den mobilen Internetzugang.

Mobil surfen zur Online-Community

Hohe Datenübertragungsraten ermöglichen eine schnelle Verbindung ins Internet, Flatrates machen den Download von großen Datenmengen aus dem Netz erschwinglich. Die verbesserte Technik der Endgeräte macht das mobile Surfen für die User immer attraktiver.

Neben den Interaktionsmöglichkeiten im Internet entwickeln sich Mobile Community Angebote. Der soziale Netzwerk-Charakter ist ein weiteres wichtiges Merkmal von Web 2.0 bzw. Mobile 2.0. Der Kunde legt sich ein Profil auf der Community-Site im Internet an. Im Rahmen der Gemeinschaft können dann Fotos hochgeladen und angesehen werden, Kontakte und E-Mails können verwaltet sowie Blog-Einträge und Kommentare erstellt werden. Die Mitglieder der Online-Community nutzen Chatrooms oder Foren, um sich auszutauschen und entwickeln ein generelles Zusammengehörigkeitsgefühl. Inzwischen gibt es eine Vielzahl solcher sozialer Netzwerke. Einige wurden bereits für das Mobiltelefon optimiert, wie etwa „MySpace“ von Yahoo. Eine aktuelle Studie des Pew-Forschungszentrums in den USA zeigt, dass 55 Prozent der amerikanischen Kinder zwischen 12 und 17 Jahren Mitglieder in mindestens einem sozialen Online-Netzwerk sind. Hauptnutzer von Seiten wie MySpace sind Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren mit 70 Prozent. Laut Studie betrachten sie die Community-Seiten als Orte, an denen sie bereits bestehende Freundschaften pflegen. Gleichaltrige Jungs hingegen nutzen die Netzwerke in erster Linie als Flirt-Plattform.

Mobile Navigationsdienste

Die Handy-Hersteller treiben die Verschmelzung von Mobiltelefon und Internet immer weiter voran. Eine weitere interessante Neuerung sind die mobilen Navigationsdienste, die dem Handy-Nutzer nicht nur eine Wegbeschreibung liefern sondern auf Wunsch auch Geschäfte, Restaurants oder Points of Interest (POI) in seiner Umgebung empfehlen. Über GPS wird das Endgerät geortet, zielgruppenspezifische Anzeigen machen Vorschläge, die Navigationssoftware ermittelt schließlich den kürzesten Weg zum ausgewählten Ort.

Mobile Marketing

Die neuen mobilen Services des Mobile 2.0 bieten eindeutige Vorteile für die Nutzer. Allerdings finanzieren sich dies technischen Sonderleistungen nicht von selbst. „Mobile Marketing“ heißt der Schlüsselbegriff, der die neuen Dienste vorantreiben soll. Gezielte Werbung auf dem Handy bietet vielerlei Möglichkeiten und hat sich als äußerst effektiv erwiesen. Die Mobilfunkbranche ist daher sehr interessiert am weiteren Ausbau der Möglichkeiten für mobiles Marketing.

Autor: FN

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