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U60: Irgendwo zwischen Notebook und Smartphone

Mit dem U60 will die Marke Gigabyte – eigenen Bekundungen zufolge – mit einem Ultramobilen Computer (englisch: Ultra-Mobile PCs abgekürzt: UMPC) die Vertreiber von Smartphones  und PDAs angreifen. Doch nicht jeder Versuch, sich mit und in einer neuen Geräteklasse zu etablieren, ist von Erfolg gekrönt.

Als Betriebssystem ist mit Microsoft Windows XP eine massenkompatible Software installiert, es gibt sie für den U 60 wahlweise in den Versionen Home oder Professional. Kommen wir zur Hardware-Ausstattung: Im Inneren werkelt ein Prozessor des Typs VIA C7-M im Takt von 1 Gigahertz, der Arbeitsspeicher ist ein 768 MB DDR2-533, die Hitachi-Festplatte bietet 28,6 Gigabyte Speicherplatz.

Ein Display für Drinnen

Das 6,5-Zoll-Display hat eine Auflösung von 1024 x 600 Pixel. Das klingt zunächst nicht schlecht, aber bei näherem Hinsehen offenbart es Schwächen: Teilweise spiegelt es, die Farben wirken matt, die Helligkeit reicht nicht aus, um auch unter freiem Himmel sinnvoll zu arbeiten

Schrifteingabe mit Tücken

Eingeben kann man über den Touchscreen, per Hand oder Stift. Dazu kommt eine QWERTY-Tastatur, sie wird unter dem Display herausgezogen. Die Texteingabe ist mühsamer als bei Notebooks, aber deutlich einfacher als auf den etwas fummeligen QWERTZ-Tastaturen der Smartphones – so diese überhaupt eine haben.

Gigabyte U60

Dazu kommen als Bedienelemente ein Kleinst-Touchpad und zwei Maustasten, damit kann man einigermaßen navigieren. Wer allerdings die Handschrifterkennung nutzen will, wird eine üble Überraschung erleben – die eingesetzte Software erkennt allenfalls liebevoll und bedächtig hingemalte Druckbuchstaben.    

Beschränkt mobil

Auch in punkto Mobilität lässt der U60 zu wünschen übrig: WLAN und Bluetooth sind  vorhanden, ein Modem fürs  Mobilfunknetz fehlt komplett, man kann es wegen fehlender Schnittstellen auch nicht nachträglich installieren. Dafür ist die Akku-Leistung mit knappen vier Stunden sehr gut.

Mobilität fürs Handtäschchen

Schon bei den Maßen zeigt sich die Problematik eines Geräts, das sozusagen als Zwischenklasse zwischen zwei bereits bestehenden Kategorien funktioniert. Rund 19 x 12 x  3 Zentimeter misst der Gigabyte U60. Mit 740 Gramm bringt es ein Vielfaches mehr auf die Waage als die Smartphones oder PDAs – und nicht entscheidend weniger als das eine oder andere ultraleichte Notebook.

Ein Smartphone kann man bequem in jeder Jackentasche unterbringen, die besten Ultraleichten passen in eine Aktentasche. Der U60 könnte als Referenzgröße eine Damenhandtasche präsentieren – ob's für den Taschentyp eine eigene Computergröße braucht, bleibt eine offene Frage.

Fazit

Scherz beiseite: Das U60 ist in punkto Mobilität einfach schlechter als Smartphones, und in punkto Rechenleistung, Monitor oder Texteingabe schlechter als Notebooks. Je nachdem wie man den Schwerpunkt setzt – Mobilität oder Rechnerleistung – wird man sich für das eine oder andere entscheiden, womöglich auch für beides. Ob es einen Kundenkreis gibt, der noch etwas dazwischen will, scheint fraglich.

Autor: ET

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