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Die Wachablösung bei kleinen, mobilen Geräten

Die neue Geräteklasse Mobile Internet Device (MID) wurde von der Firma Intel auf dem Intel Developer Forum 2007 in Peking ins Leben gerufen, sie wendet sich an die Zielgruppen Privat- und Geschäftskunden.

Die MIDs sollen eine Lücke zwischen Subnotebooks einerseits und PDAs und Smartphones andererseits schließen und damit einen praktikableren mobilen Internet-Zugang schaffen.

Warum wurden MIDS ins Leben gerufen?

Bei der Kreation der neuen Geräteklasse ging man von folgenden Nachteilen der bereits vorhandenen Hardware  aus: PDAs und Smartphones haben kleine Displays, sie können nicht alle Webseiten optimal darstellen.

Die kleinsten Notebooks wiegen vielen Kunden noch zuviel, um sie ständig mit sich herumzutragen, die Akkus sind zu schnell leer, ins Internet kommt man damit oft nur per WLAN. Dazu kommen vergleichsweise hohe Anschaffungskosten.

Was ist eigentlich ein MID?

Nach Angaben der Fachpresse müssen MIDs folgende Bedingungen erfüllen: Ein deutlich größeres Display als in der Smartphone-Klasse muss 800 bis 1024 Punkte in der Breite zeigen. Es soll auch die Seiten von Web-2.0 beispielsweise mit Videos und Flash zeigen.

Das MID braucht keinen Boot, also kein Hochfahren des Betriebssystems – es kann also nach dem Einschalten sofort genutzt werden und verbraucht keinen Akku-Strom durch den Stand-By-Betrieb.  Zur Übertragung werden die Techniken der dritten Mobilfunkgeneration genutzt, also Universal Mobile Telecommunications System, besser bekannt unter der Abkürzung UMTS, sowie High Speed Downlink Packet Access (HSDPA), auch als 3.5G, 3G+ und UMTS-Broadband bekannt.

Die Geräte sind so groß, wie es das Display und möglicherweise eine Tastatur erordern, die Benutzeroberfläche wird den geringeren Eingabemöglichkeiten angepasst. Als Mindestpreis werden 500 Euro genannt, der Höchstpreis sollte unter 1000 Euro liegen. 

Bedient wird die neue Geräteklasse über einen sogenannten Touchscreen – mit dem Finger auf dem Bildschirm kann der Nutzer die MIDs steuern, lästiges Fummeln mit kleinen Eingabegeräten,  bei vielen PDA-Nutzern gefürchtet, soll zur Gänze entfallen.

Was steckt im Innern von MIDs?

Die neuen MIDs enthalten stromsparende Prozessoren und Chipsets der Firma Intel. Die Geräte werden von einem Linux-Betriebssystem gesteuert, es soll eine von Intel besonders benutzerfreundlich gestaltete Bedienungs-Oberfläche enthalten. Mit einem Doppelkernprozessor sollen die MIDs auch mit Windwos XP und Windwos Vista laufen.

Wie ist es um die Zukunft der MIDs bestellt?

Nach Angaben von Anand Chandrasekher, Senior Vice President der Ultra Mobility Group von Intel, setzt sein Unternehmen für die Einführung der Geräteklasse auf billigere Flatrates für die modernen Mobilfunktechnologien.

Eine Umfrage habe ergeben, dass rund fünfzig Prozent aller Nutzer eines Navigationsgeräts, Medienplayers, Smartphones oder einer tragbaren Spielekonsole ein MID entweder zusätzlich oder an Stelle dieser Geräte nutzen wollten. Der Markt für MIDs sei kleiner ist als der von Handys, aber um ein mehrfaches größer als der Markt für Notebooks, so Chandrasekher.

Autor: ET

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